Virtueller Berater aus Fleisch und Blut

Hand aufs Herz: Wann waren Sie für eine Anlageberatung zuletzt physisch in einem Bankgebäude vor Ort anwesend? Eben. Und genau um der Gefahr vorbeugen zu können, dass die Finanzinstitute ihre Kunden endgültig in der Weite der Unpersönlichkeit und Austauschbarkeit verlieren, greifen einige von ihnen zu ganz modernen Mitteln. Video-Chat.

Zugegeben, wer beispielsweise Skype oder Apples Facetime in regelmässigen Abständen nutzt, wird jetzt nicht vom Stuhl gefallen sein. Und trotzdem ist der Weg zum interaktiven Bewegtbild für die Banken kein einfacher. «Unverbindlich, persönlich» – mit diesen schwer kombinierbaren Adjektiven wirbt beispielsweise die deutsche @HypoVereinsbank für das Angebot der Videoberatung.

Deren Kunden können sich nicht nur wochentags, sondern auch am Wochenende jeweils von 8 bis 18 Uhr mit einem Berater austauschen. «Wie würden die Schweizer Kunden auf ein entsprechendes Angebot reagieren?», fragt Finanzwissenschafter @AndreasDietrich vom Institut für Finanzdienstleistungen Zug in seinem Blog. «Wäre das nicht ein kundenfreundliches Angebot?»

In den vergangenen sechs Monaten führte die @ZKBOnline in einem Pilotprojekt rund 300 Kundengespräche via Videoberatung durch. Nur von montags bis freitags. Auch mit Andreas Dietrich. Eine Beratungsform, die sich in seinen Augen durchsetzen wird. Aber: «Kleinere Filialen werden dadurch möglicherweise rascher geschlossen», resümmiert Dietrich.

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